Klingt komisch, ist aber richtig lecker! In Korea legt wird Kohl mit Chili fermentiert und Kimchi daraus gemacht. Lebensmittel durch den Prozess der Fermentierung länger haltbar zu machen ist nichts neues, das machen die Menschen schon seit Jahrtausenden Jahren. Bier und Wein zählt zum Beispiel auch zu fermentierten Lebensmitteln, aber auch unser Sauerkraut zählt dazu.

Wer fermentierte Lebensmittel isst tut der Darmflora etwas gutes. Bier und Wein ist damit allerdings nicht gemeint, die haben noch andere Aspekte, die dann wiederum alles andere als gut für unseren Darm sind. Dank der enthaltenen Milchsäure-produzierenden Bakterien beeinflussen fermentierte Lebensmittel wie Kimchi den Darm auf positive Art und Weise. Sie können Darmerkrankungen vorbeugen und für eine gesunde Darmflora sorgen.

Fertig gekauftes Kimchi enthält in der Regel viele Zusatzstoffe, die alles andere als gesund sind, deswegen empfehle ich es einfach selbst zu machen. Es ist schnell gemacht und Bedarf nur ein wenig Wartezeit bis der Fermentierungsprozess angestoßen ist. Weil der Kohl durch den Prozess haltbar gemacht wird könnt ihr auch gleich eine größere Portion machen. Luftdicht verschlossen und im Kühlschrank ist das Kimchi auch nach Monaten noch gut.

Welchen Kohl man für das koreanische Sauerkraut verwendet ist Geschmackssache. Das klassische Kimchi besteht hauptsächlich aus Chinakohl. Für meine Variante habe ich Chinakohl, Rotkohl und Wirsing verwendet und bin ganz begeistert von der Kombination.

Kimchi aus Chinakohl, Rotkohl & Wirsing

Portionen 2 Gläser á 470 ml

Zutaten

  • 250 g Chinakohl
  • 100 g Rotkohl
  • 100 g Wirsing
  • 50 g Karotten
  • 2 TL Reismehl
  • 40 g Gochugaru (koreanische Chiliflocken)
  • 1/2 Nashibirne
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 cm Ingwer
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Meersalz (ohne Jod!)
  • 150 ml Wasser

Anleitung

  1. Chinakohl, Rotkohl und Wirsing in mundgereche Stücke schneiden. Gut abwaschen und abtropfen lassen. In eine Schüssel geben, mit dem Meersalz vermengen und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Ab und zu durch mischen. Anschließend unter fließendem Wasser gründlich abspülen und abtropfen lassen.

  2. Reismehl in einem Topf mit 150 ml kaltem Wasser einrühren, aufkochen und bei mittlerer Hitze simmern lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

  3. Birne schälen, halbieren und das Gehäuse entfernen. In einer Küchenmaschine Reismehl, Chiliflocken, Birne, Ingwer, Knoblauch und Sojasauce fein pürieren.

  4. Karotte schälen und in feine Stifte hobeln.

  5. Chinakohl, Rotkohl, Wirsing, Gemüse und die Chilipaste in einer Schüssel gründlich vermengen und anschließend in saubere Gläser füllen. Besonders geeignet sind Gläser mit großen Öffnungen. Dabei alles gut nach unten drücken. Zwischen Deckel und Kimchi sollten im Glas noch ca. 2-3 cm Abstand sein.

  6. Die Gläser 2 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahren, danach im Kühlschrank.

Chinesische Stäbchen, die Kimchi aus einem Glas eingeklemmt haben

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