Versteckt, aber trotzdem mittlerweile nicht unbedingt mehr ein Geheimtipp. Der Geroldsee im oberbayrischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen liegt ganz verträumt unterhalb eines beeindruckenden Karwendelpanorama’s. Auf den Wiesen um den See blühen Korkus oder Enzien, zwischendrin immer wieder ein idyllischer Heustadl. Der Geroldsee ist das perfekte ganzjährige Ausflugsziel – Baden und Wandern im Sommer, ein herbstlicher Spaziergang am See oder die weiße Landschaft und den zu gefrorenen See im Winter bewundern.

Geroldsee oder Wagenbrüchsee

Der naturbelassene Geroldsee ist unter Einheimischen als Wagenbrüchsee bekannt. Er liegt im Örtchen Gerold bei Krün. Ganz versteckt, wie ein Postkartenmotiv, umgeben von Bergwiesen und Wald. Die örtlichen Bauern hegen und pflegen ihren kleinen Moorsee. Im Sommer wird die offizielle Badestelle am Westufer gemäht und dafür auch eine Gebühr pro Besuch von 2 € erhoben. Ein völlig angemessener Preis für die Ruhe und traumhafte Kulisse, die sich einem hier bietet.

Parken und Spaziergang zum See

Am Geroldsee gibt es keine offiziellen Parkplätze, man parkt an der Straße im Dorf. Entsprechend knapp sind die Möglichkeiten. Man ist entweder früh oder spät dran, um sich einen Parkplatz zu sichern. Von der Straße führen dann zwei Wege zum See. Die linke Straße mit einem Schild Richtung See führt zum Westufer, wohingegen der rechte und etwas längere Weg zum weniger frequentierten Ostufer des See’s führt.

Anfahrt ab München
über Garmisch-Partenkirchen 98 km – 1 Std 15 Min
über Kochel und den Walchensee 102 km – 1 Std 30 Min

Adresse
In Gerold 2, 82493 Krün

Badestellen am Geroldsee

Am Westufer befindet sich eine Liegewiese mit Steg. Hier werden zwar pro Besucher 2 € abkassiert, jedoch genießt man von hier einen traumhaften Ausblick auf das massive Karwendelgebirge. Die hügeliege Wiese bietet kaum Schatten, dafür gibt es jedoch ein paar Holzverschläge, die an Fahrradüberdachungen erinnern und etwas Schatten spenden.

Von der Liegewiese am Westufer geht es flach in den See. Alternativ nutzt man den Holzsteg. Toiletten oder einen Bademeister findet man hier nicht, dafür aber Ruhe und einen unbezahlbaren Ausblick auf den See, das Karwendel und die umliegenden Bergwiesen samt Heustadl.

Das Ostufer des Geroldsee’s ist weniger besucht, hier muss man keinen Eintritt bezahlen, verzichtet allerdings aber auch auf das Gebirgspanorama. Zum See gelangt man über flach abfallende Holztreppen.

Wichtiger Hinweis

Die Wiesen rund um den See dürfen von April bis September augrund der Hegezeit in Bayern nicht betreten werden. Dadurch würde die Wiese beschädigt werden. Bitte bleibt auf den Wegen in dieser Zeit!

Die Hegezeit ist eine Schonzeit für Pflanzen und Tiere. In dieser Zeit wächst das Gras und die Bauern mähen es, um es als Tierfutter zu verwenden. Das nicht betreten hilft auch zu vermeiden, dass Fremdstoffe wie Taschentücher oder generell Müll im Tierfutter landet.

Rundwanderweg

Es lohnt sich den mit Wiesen bedeckten Hang am Westufer etwas zu erklimmen. Von hier genießt man einen traumhaften Ausblick auf den See und das Karwendel im Hintergrund. Weiter am Westufer befindet sich eine private Hütte mit einem privaten Steg. Die Besitzer sind allerdings sehr nett und wer höflich fragt, darf den Steg nutzen und die zauberhaften Seerosen aus der Nähe betrachten.

Eine Runde um den See, teilweise durch das Moor (feste Schuhe!) dauert ca. eine Stunde – Fotostopps nicht mit einberechnet. Immer wieder blieb ich stehen und zückte die Kamera, ich konnte mich einfach nicht satt sehen an dieser Kulisse.

Wer länger wandern möchte kombiniert den Geroldsee mit dem Barmsee. Vom Parkplatz am Barmsee wandert man 45 bis 60 Minuten zum Geroldsee (Wagenbrüchsee).

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