Dresden stand schon lange auf meiner Bucketlist, endlich hat es geklappt! Besonders die Altstadt von Sachsen’s Hauptstadt hat mich angezogen. Aber natürlich wollte ich auch die kulinarische Seite von Dresden kennenlernen und habe dabei sowohl Glück, als auch ein klein wenig Pech gehabt. Dresden ist aus meiner Sicht absolut sehenswert.

Übernachten in Dresden

Altstadt

Die historische Altstadt liegt am linken Elbufer. Hier befinden sich die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche, der Zwinger und die Semperoper. Hier zu übernachten ist somit der perfekte Ausgangspunkt für Sightseeing in Dresden. In unschlagbarer Lage, im Herzen der Altstadt, liegt das Hyperion Hotel Dresden Am Schloss. Eine Übernachtung kostet ab 111 €/Nacht.

Nähe Bahnhof

Eine Unterkunft unweit vom Hauptbahnhof Dresden hat zwei Vorteile: man erreicht sie schnell zu Fuß nach Ankunft am Bahnhof und ist zu Fuß schnell in der historische Altstadt. Meine Hotelempfehlung ist das The Student Hotel Dresden. Eine Übernachtung gibt es hier bereits ab ab 68 €/Nacht.

Neustadt

Dieser Stadtteil ist perfekt, wenn man abends noch ein bisschen um die Häuser ziehen möchte. Einer der Frühstückstipps aus dem Food Guide Dresden liegt in der Neustadt.

Dresden historische Altstadt Top 5 Sehenswürdigkeiten

#1 Frauenkirche

Dresdens Hauptatraktion ist unumstritten die Frauenkirche in der historischen Altstadt. Auf einem großen Platz, dem Neumarkt, ragt der weltweit größte Sandsteinbau in die Höhe. Die Barocke Kirche besitzt die größte steirnerne Kirchenkuppel nördlich der Alpen. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus vollständig zerstört. Zwischen 1993 und 2005 wurde sie dann wieder vollständig erbaut, unter Verwendung, so weit wie mölgich, der Originalmaterialien. Der Wiederaufbau kostete 182 Mio Euro.

Die Frauenkirche kann immer zur Zeiten der “Offenen Kirche” besichtigt werden, in der Regel ist das täglich zwischen 13 und 18 Uhr. Besonders beeindruckend im Inneren der Kirche ist die Kuppel und der golden verzierte Altar. Ehrenamtliche Kirchenführer stehen zur Beantwortung der Besucherfragen zur Verfügung. Wem das nicht reicht erwirbt einen Audioguide oder bucht eine Führung.

In der Unterkirche wird die Geschichte und Architektur der Kirche ausgestellt, außerdem gibt es Räume der Stille, die für die persönliche Andacht und dem Gebet vorbehalten sind. Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die zum Nachdenken und fast schon Meditieren anregt.

Öffnungszeiten
“Offene Kirche” – i.d.R. 13-18 Uhr

Eintritt
Kostenlos

Webseite
https://www.frauenkirche-dresden.de/

#2 Semperoper

Neben der Frauenkirche ist die Semperoper das bekannteste Bauwerk Dresdens. Das wohl bekannteste Opernhaus Deutschlands wurde nach seinem Architekten Gottfried Semper benannt. Erbaut zwischen 1838 und 1841 wurde sie leider 1944 während des Luftagriffs der Alliierten auf Dresden zerstört. 1985 konnte Dresden dann endlich die Wiedereinweihung seiner Oper feiern.

Um die Oper zu besichtigen werden verschiedene Führungen angeboten. Die klassische Führung “Highlightführung” dauert ca. 45 Minuten. Während der Führung entdeckt man die rekonstruierten Räumlichkeiten der Semperoper und erfährt Hintergründe zur Geschichte und der Architektur des Hauses. Zum Ende darf man auf den Plätzen im Saal der Oper Platz nehmen und sowohl den beeindruckenden 1,9 Tonnen schweren Kronleuchter, als auch die Bühne bewundern. Eine Führung ist sehr empfehlenswert, der Dame merkte man ihre Leidenschaft und Verbundenheit an, es machte Spaß ihr zu zu hören und die Oper von innen zu entdecken.

Öffnungszeiten
Täglich 10 bis 17 Uhr

Eintritt
Highlightführung Erw. 11 € / Erm. 7 €

Webseite
https://www.semperoper-erleben.de/de/fuehrungen-buchen

#3 Zwinger

Früher war der Gebäudekomplex mit Gartenanlagen Orangerie und höfischer Festspielplatz. Der Zwinger etnstandt ab 1709, Auftraggeber war Kurfürst und König von Polen August der Starke. Heute beherbergt das Bauwerk des Spätbarock eine Porzellansammlung, die Gemäldegalerie “Alte Meister” und den Mathematisch-Physikalischen Salon.

Zahlreiche Statuen, Springbrunnen und wundervolle Verzierungen an den Fassaden laden zum Flanieren ein. Dank der Gartenanlage mit dem Zwingerteich ist der Zwinger eine kleine Oase mitten in der Stadt.

Ab Frühjahr 2021: Dresden Xperience
Entführung in die Stadgeschichte: Mitten ins Damals!
Erw. 8 € / Erm. 6 €

Öffnungszeiten
Mo bis Sa 6 – 22:30 Uhr (Sommer)/ 22 Uhr (Winter

Eintritt
Kostenlos

Webseite
https://www.der-dresdner-zwinger.de/de/startseite/

#4 Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse am Elbufer ist Dresdens schönste Flaniermeile. Sie befindet sich zwischen der Carola- und Augustbrücke oberhalb der Elbe, hier liegen einige historische Gebäude und ein Garten erbaut auf dem ehemaligen Festungswall der Stadt.

Auf nicht mal 500 Metern findet man die Kunstakademie, das Albertinum, ein Denkmal für Gottfried Semper, das sächsische Ständehaus und vieles mehr.

Wer tiefer in die Geschichte Dresdens eintauchen will, besucht die Festung Dresden. Mit modernster visueller Technik können die Besucher in dem Kuppelgewölbe unter der Terrasse mit “Festung Xperience” einen Einblick in die Zeit der Stadtentstehung bekommen. Ein Ausflug in die Vergangenheit, in die sächsische Geschichte und glechzeitig in die Zukunft – sehen so die Museen der Zukunft aus?!

Öffnungszeiten
“Festung X Uhr
Mo bis So 10-18 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)

Eintritt
Erw. 10 €
Kinder 1 € (6-11 Jahre)

Webseite
https://www.festung-xperience.de/

#5 Stallhof und Fürstenzug

Der Stallhof gehört zum Residenzschloss, hier wurden ritterliche Spiele und Reitturniere ausgetragen. Er zählt zu den ältesten noch erhaltenen Turnierplätzen der Welt. An der Außenseite, in der Augustusstraße, befindet sich der Fürstenzug, das größte Porzellan-Wandbild der Welt. 25.000 Meißener Fliesen wurden an der Wand angebracht, um ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges darzustellen. 34 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige des Fürstenhauses Wettin, die zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschten sind darauf zu sehen. Darüber hinaus sind Künstler, Wissenschaftler, Soldaten, Kinder, Bauern und Handwerker, aber auch Pferde und Windhunde abgebildet. Der Krieg hatte das Kunstwerk erstaunlicher Weise fast verschont, lediglich 2012 Fliesen wurden zerstört und ausgetauscht.

Das Keramikbild ist faszinierend, man kann sich kaum satt sehen, wenn man davor steht und immer wieder neue Details entdeckt. Es erstreckt sich auf knapp 102 m Länge und ist 10,50 m hoch.

Öffnungszeiten
Stallhof – Mo bis So 8-20 Uhr

Fürstenzug – jederzeit frei zugänglich

Eintritt
Kostenlos

Webseite
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/schloesser-burgen-gaerten/stallhof-dresden/

Dresdens Neustadt

Dresden’s Neustadt liegt am rechten Ufer der Elbe. “Neu” ist hier allerdings relativ, sie wurde bereits 1403 gegründet, was in etwas so alt ist wie die Altstadt auf der anderen Elbuferseite. Aus diesem Grund findet man in der Neustadt einen bunten Mix aus Baustilen. Außerdem viele Kneipen, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Zwischen Görlitzer Straße und Alaunstraße liegt die sehenswerte Kunsthofpassage. Bei einem Spaziergang kann man die künstlerisch gestalteten Hinterhöfe und kleine Läden erkunden. Jeder Hof ist einem Thema gewidmet, Hof der Elemente, des Lichts, der Tiere, der Fabelwesen und der Metamorphosen.

Am Ufer der Elbe im Osten der Neustadt befindet sich der Rosen- und Staudengarten. Von hier kann man entspannt an der Elbe bis zur historischen Altstadt spazieren. Von einer der Brücken, die die Neustadt mit der Altstadt verbindet, genießt man einen schönen Ausblick auf die Elbe und die imposanten Gebäude der Altstadt.

Weiter am westlichen Rand der Neustadt, ebenfalls am Ufer der Elbe, liegt das Japanische Palais. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Wirklich japanisch wirkt es nicht, es wurde so bezeichnet, weil lediglich das Dach an japanische Architektur erinnert.

Unweit des Palais steht die berühmte Reiterstatue “Der goldene Reiter” von August dem Starken. Er war der sächsische Kurfürst und sogar König von Polen. 1733 starb August der Starke in Warschau, von dort regierte er. Die mit Blattgold überzogene Statue zeigt einen Reiter, der Richtung Osten und somit Polen reitet.

Dresden in 3 Tagen

Dresden in drei Tagen ist perfekt, um erste Eindrücke von der Stadt zu sammeln. Alle Angaben sind davon abhängig wie lange man an dem ein oder anderen Ort verweilt, ob man sich zwischendurch einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk gönnt und wie schnell man zu Fuß unterwegs ist.

Tag 1

Ankommen | Kaffee & Kuchen im Kuchen Atelier | Brühlsche Terrasse |Münzgasse |Frauenkirche

1,5 km | 2-3 Stunden
Nach der Ankunft wird die Unterkunft bezogen und erstmal gemütlich durch die Stadt geschlendert. Eine kurze Kaffee & Kuchen Pause im Kuchen Atelier und weiter geht es über die Brühlsche Terrasse (Option: Festung Xperience), durch die Münzgasse bis hin zum Naumarktplatz, wo die Frauenkirche steht und besichtigt werden kann.

Tag 2

Altstadt | Stallhof & Fürstenzug |Residenzschloss |Semper Oper |Zwinger

1,5 km | 3-5 Stunden
Kein Frühstück in der Unterkunft dabei? Kein Problem, ein leckeres Frühstück gibt es im Cafe Milchmädchen.

Der heutige Tag startet in der Altstadt. Vom Neumarkt geht es zum Fürstenzug in der Augustusstraße und zum Stallhof des Residenzschlosses. Wer möchte besucht “Das Grüne Gewölbe”, die barocke Schatzkammer im Residenzschloss. Weiter geht es vorbei an der Katholischen Hofkirche zum König-Johann-Denkmal auf dem Theaterplatz. Eine Führung in der Semperoper ist absolut empfehlenswert! Anschließend kann man den Zwinger und seinen Garten besichtigen.

Tag 3

Neustadt: Kunsthofpassage | Rosen- und Staudengarten | Elbufer | Goldener Reiter |Japanisches Palais | Abreise

3 km | 2-3 Stunden
Für einen perfekten Start in den Tag empfehle ich das Frühstück im Elbsalon in der Neustadt.

Der dritte Tag startet und endet in der Neustadt. Von der Kunsthofpassage geht es weiter zum Rosen- und Staudengarten an der Elbe. Entlang der Elbe führt der Spaziergang weiter zur Statue “Goldener Reiter” bis hin zum Japanischen Palais.

Auf dem Weg zum Bahnhof mit einem Burger & Cocktail für die Heimfahrt stärken und dann heißt es Auf Wiedersehen Dresden!

Food Guide Dresden

Grüner Teller auf einem weißen Holztisch, Glas Rotwein im Hintergrund

Dresden hat nicht nur architektonisch und kulturell einiges zu bieten, selbstverständlich war ich auch auf der Suche nach kulinarischen Highlights. Ich bin fündig geworden, habe allerdings bei der Suche auch einen Restaurantbesuch erlebt, von dem ich noch lange berichten kann.

Vielleicht muss man sowas mal erlebt haben, 3,5 Stunden (wohl gemerkt alleine) und 45 € für 3 Gänge! Schrecklicher Service, Essen okay und ein absolutes Erlebnis, leider nur kein besonders schönes. Zu Anfang fand ich es ja noch ganz amüsant, irgendwann wollte ich dann aber doch lieber ins Bett fallen als noch länger zu warten und dem unfreundlichen Service ausgesetzt zu sein. Ich möchte hier Empfehlungen aussprechen und glücklicherweise ist das Restaurant mittlerweile Geschichte, deswegen werde ich keinen Namen nennen.

Alle Restaurant Empfehlungen für Dresden habe ich in einem Food Guide für Dresden zusammen gefasst. Von Burger über Kuchen bis hin zu Fine Dining, es ist alles dabei.