Herbst ist Rouladenzeit. Ein Wohlfühlgericht, schön deftig und voller Energie für die kalten Tage. Passt doch perfekt zum Herbst, da brauche ich sowas um mich zu stärken und Schlemmen gehört zu dieser Jahreszeit einfach dazu, da denkt ja auch glücklicherweise erstmal keiner an die Bikinifigur. Oder was ist euer Soulfood für den Herbst?

Ich habe den Klassiker etwas abgewandelt. Statt Gewürzgurken und Zwiebeln rolle ich gekochte Maronen und getrocknete Tomaten ein. Das ist eine etwas herbstlichere Variante und meiner Meinung nach eine sehr leckere Abwandlung. Eigentlich wollte ich es mit Walnüssen ausprobieren, aber die bekam ich nicht. Als ich dann die bereits gekochten und vakuumierten Maronen gesehen hab, waren die Walnüsse in Gedanken schnell durch die Maronen ersetzt. Das hat wunderbar mit den getrockneten Tomaten hamoniert. Anstatt mittelscharfem Senf habe ich einen groberen Rotisseur Senf verwendet, er besteht aus weißen, braunen und schwarzen Körnern.

Das Rollen der Rouladen war eine kleine Herausforderung, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Damit die Roulladen beim Anbraten und Kochen nicht auseinanderfallen habe ich sie mit einem Kochgarn zusammen gebunden. Es gibt aber auch spezielle Rouladennadeln oder – klammern. Geduld heißt es dann bis sie durchgeschmort sind, dafür braucht es mindestens 2 Stunden, erst dann sind sie zart und saftig. Damit das gut gelingt ist aber auch die Qualität vom Fleisch wichtig. Da achte ich auch Qualität und darauf wo das Fleisch her kommt.

Dazu gehören Kartoffelknödel! Knödel und eine leckere Soße sind unschlagbar, noch ein unschlagbares Argument für Rinderrouladen, man bekommt gleich beides.


Zutaten für 2 Personen

4 Rinderrouladen
60 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
60 g gekochte Maronen
8 Scheiben Räucherspeck
4 EL Rotisseur Senf
1 Zwiebel
50 g Karotten
50 g Knollensellerie
1 EL Öl
1 EL Tomatenmark
250 ml Rinderfond
1 Lorbeerblatt
2 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Rouladen zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit der flachen Seite eines Fleischklopfers  oder einer Pfanne plattklopfen.  Gemüse schälen und würfeln. Tomaten und Maronen ebenfalls würfeln. Die Rouladen salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen. Jeweils 2 Scheiben Speck, Tomaten- und Maronenwürfel darauf verteilen. Von der schmalen Seite mit dem aufrollen beginnen. Mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren.

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Rinderrouladen von allen Seiten kurz anbraten, zuerst mit der Naht nach unten. Rouladen herausnehmen und das Gemüse für ca. 5 Minuten anrösten. Tomatenmark dazugeben, gut vermischen und kurz mitrösten. Etwas Rinderfond dazu geben und aufkochen lassen.

Rouladen wieder dazu geben, restlichen Fond angießen, 100 ml Wasser dazu geben, sowie das Lorbeerblatt und die Thymianzweige. Jetzt muss alles ca. 2 Stunden bei schwacher Hitze schmoren.

Zum Andicken der Soße werden die Rouladen aus dem Topf genommen. Lorbeerblatt entfernen und das Gemüse pürieren. Wer es noch dicker haben möchte kann noch etwas in Wasser aufgelöste Speisestärke dazu geben und alles kurz aufkochen lassen.  Dazu passen Kartoffelknödel.


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